Erle in Raesfeld: Wissenswertes und Sehenswürdigkeiten

Erle ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Raesfeld, der überregionale Bekanntheit erlang hat. Rund 3602 Einwohner leben in dem Ort in Nordrhein-Westfalen, die überwiegend katholisch sind. Sogar eine eigene Mundart wird von vielen der Einheimischen gesprochen: Neben Hochdeutsch wird das Erler Sandpatt gesprochen, eine Variante der westmünsterländischen Mundarten.

Geschichte von Erle

Erle blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Schon vor Tausenden von Jahren haben Menschen in der heutigen Region in NRW gelebt. Das beweisen Hügelgräber, welche wohl in der späten Bronzezeit errichtet wurden. Auch Grabfunde aus der Jungsteinzeit sind gemacht worden. Im frühen Mittelalter standen sich rund um Erle dann Franken und Sachsen gegenüber.

In der weiteren Geschichte wurde Erle von den jeweiligen Machthabern des Öfteren verkauft, verspielt oder verpfändet. Der Ort war Heimat von Rittern und das Besitztum von Fürsten. Außerdem war Erle zu fast jeder Zeit der Geschichte ein wichtiger religiöser Ort, an dem einflussreiche Pastoren und Pfarrer saßen. Das zeigt sich auch in den Sehenswürdigkeiten.

Sehenswürdigkeiten in Erle

Einer der aufregendsten Sehenswürdigkeiten in Erle ist die Kirche St. Silvester, welche einen eindrucksvollen Bau darstellt. Das alte Pastorat ist ebenfalls sehr gut erhalten. Auch die angesprochenen Hügelgräber können heute besichtigt werden, an denen die Geschichte der Region lebendig werden kann.

Überregional bekannt ist Erle aber für den Naturpark Hohe Mark, der durch die Region verläuft. Dieser wurde im Jahr 1963 gegründet und bietet eine Fläche von 1978 Quadratkilometern. Der Naturpark ist Erholungsgebiet für die Einheimischen und eine Sehenswürdigkeit für Touristen, die malerische Landschaften, Ruhe und unberührte Natur suchen. In Erle steht außerdem die Femeiche, die mit einem Alter von 600 bis 850 Jahren eine der ältesten Eichen in Deutschland ist. Die Pius-Eiche in Erle ist ebenfalls sehr alt und die Kastanienallee hat auch schon über 200 Jahre gesehen.

Verwechslungsgefahr in NRW

Bei dem Namen des Gemeindeteils Erle herrscht Verwechslungsgefahr. Das liegt daran, dass rund 30 Kilometer entfernt ein weiteres Erle liegt. Dieses stellt heute einen Stadtteil von Gelsenkirchen dar. Die Möglichkeit für eine Verwechslung wird auch noch dadurch erhöhte, dass die beiden ansässigen Fußballklubs beide den Namen „Eintracht Erle“ tragen. Die Vereinsfarben sind mit gelb und schwarz ebenfalls gleich. Erle in Raesfeld ist durch die Femeiche und den Naturpark Hohe Mark allerdings das deutlich bekanntere Erle.